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52 Bücher 2013 – 2

30/01/2013
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Was für ein Thema direkt in Woche 2!

Stell dir vor, du könntest dein Frühstück, dein Mittag und dein Abendessen auf verschiedenen Kontinenten einnehmen, wohin würdest du reisen, was würdest du essen und welche Bücher würdest du auf die Reise mitnehmen?

Kontinente, Essen, soweit so gut … aber Bücher die dazu passen?
Seit einiger Zeit lese ich zwar nicht ausschließlich aber sehr sehr viel Fantasieromane.
Also warum nicht durch fiktive Welten statt reale Kontinente reisen und so Buch mit Reiseort zusammen bringen.

„Otherland“ mit seinen zig virtuellen Welten drängt sich dabei förmlich auf, außerdem lasse ich ungern eine Möglichkeit aus von diesem Werk, das auf ungewöhnliche Weise SiFi und Fantasie verschmilzt und trotzdem irgendwie beängstigend real ist, zu schwärmen und es auch Genre-fremden Lesern zu empfehlen.

Nun aber zum eigentlichen Thema:

Die vier Otherlandwälzer im Gepäck würde ich zuerst nach Atasco reisen, eine Insektenwelt, in der alles grün ist und Insekten riesengroß. Auf einer Luftblase würde ich auf dem Fluß zwischen den Welten gondeln und ein herzhaftes Frühstück genießen, während ich die Natur und Insekten um mich herum in allein Einzelheiten betrachten kann.

Der Fluß würde mich zur Mittagszeit weiter tragen ins alte Griechenland auf die Insel Ithaka, wo ich mich auf die Suche nach Spuren von Odysseus machen würde. Vielleicht finde ich ja noch eine alte, vergessene Vase? Als Buch im Buch würde sich ja hier glatt Homer aufdrängen. Wegen der Hitze gibt es zum Mittag nur ein paar Trauben und Wein – und ein Schläfchen nah am Wasser mit einer kühlen Brise.

Danach ist mir nach Bewegung also reise ich auf dem Fluß weiter nach Aerodomien, eine Welt, in der Menschen fliegen können und ihre Domizile in luftigen Höhen haben. Fliegen – da muss ich nicht mehr sagen, oder? Der ewige Traum des Menschen. Wahrscheinlich würde ich so viel ausprobieren und herumfliegen und nicht mehr aufhören können, bis es dunkel ist und es Zeit wird zu landen – um direkt ins Bett zu fallen – wer kann da noch an Essen denken?

Tanya, durch Welten statt Kontinenten reisend.
 
Fast vergessen! All die wundervollen Bücherbeiträge sammelt das Fellmonsterchen fleißig hier. Danke!
 
 
Hörbar: Den nervigen Sturm, der an allem ruckelt und zuppelt
Laune: Von recht gut bis hysterisch gut gelaunt verrückt

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5 Kommentare leave one →
  1. 31/01/2013 22:10

    Was für ein Zufall, die Reihe lese ich zurzeit, wobei ich gestehen muss, dass ich beim zweiten Band etwas ins Stocken geraten bin. Die Welten sind zwar alle toll geschildert und faszinierend, aber mir fehlt so’n bisschen, dass die Handlung mal weitergetrieben wird. Noch ’ne virtuelle Welt und noch ’ne virtuelle Welt und noch eine… Ich bin beim zweiten Band und hoffe, dass es im dritten etwas stärker mit der Handlung weitergeht. Wobei ich sowieso nicht so der ganz große Fan von virtuellen Welten bin, das hat mich auch so ein klitzekleines bisschen an „Erebos“ gestört, obwohl der Roman ziemlich spannend war. Mir ist das wohl irgendwie nicht „handfest“ genug, ich weiß auch nicht. :-) Manches kann ich mir selbst nicht so genau erklären. Ich mag SF, solange die Menschen halt in echten Raumschiffen auf echten Planeten (innerhalb der Geschichte natürlich) unterwegs sind, aber sobald sie sich in irgendwelchen Cyberwelten tummeln, ist das irgendwie nicht „echt“. Wobei in Otherland ja die virtuelle Welt auch alles andere als ungefährlich ist, und ich bin auch gespannt, wie es weitergeht.
    Ganz toll von dem Autor ist übrigens „Der Drachenbeinthron“, kennst Du die Reihe?

    • 01/02/2013 03:45

      Es wird irgendwann recht bald weniger „Welten- und Personen“ Welle und sehr viel mehr Story, die dann auch richtig an Fahrt aufnimmt. Anfangs waren mir zwar nicht die Welten, aber die Personen viel zu viele auf einmal, da es ja galt sich für jede reale Person auch noch einen virtuellen Namen zu merken.
      Als ich dann aufgehört habe mich zu bemühen alle Namen, Orte, Charaktere und Welten unbedingt zu merken und einfach entspannter zu lesen, habe ich gemerkt, dass es auch nicht notwenig ist, an Hauptcharakteren und Orten bleiben dann gar nicht so viele.

      „Ebos“ kannte ich noch gar nicht und es ist direkt auf meine Wunschliste gewandert, danke für den Tip! Normal mag ich als Jugenduch gedachte Werke zu dem Thema virtuelle Welten nicht wirklich gerne, weil das immer einen Touch von zu viel „Hip“ hat, aber „Ebos“ hört sich wirklich gut an.

      Und zum Schluss: Natürlich keine ich den Drachenbeinthron, das war quasi mein Einstieg in die Tad Williams Welten. Zu der Zeit wohnte ich noch nicht sehr weit weg von einer kleinen, sehr netten privaten Buchhandlung und die dortige Verkäuferin traf immer ziemlich genau meine geheimen Lesewünsche, selbst wenn ich selber nicht so genau wußte, was ich eigentlich gerade lesen will – nun sie hat es mir empfohlen und in die Hand gedrückt und seither habe ich es an viele begeisterte Leser weitergetragen. Hachz. Ja. :)

      • 02/02/2013 00:47

        Das ist prima, dann kann ich mich ja auf den dritten Band freuen. :-)
        Noch besser als „Erebos“ hat mir von der Autorin „Saeculum“ gefallen, das ist zwar auch ein Jugendthriller, aber ich fand’s so spannend, dass ich es innerhalb von 2 Tagen gelesen habe. Die Handlung spielt im Liverollenspielermilieu. Wobei ich auch schon von einigen gehört habe, dass sie „Erebos“ spannender fanden. Es liegt wohl wirklich an mir, weil ich mit virtuellen Szenen in Büchern nicht so 100 %ig warm werde. Ich bin halt seltsam. :-)

  2. 09/02/2013 06:17

    Ich finde das überhaupt nicht seltsam, so hat eben jeder seinen Geschmack und seine Art und Weise mit dem Kopf zu reisen :)
    Was die Welten angeht zum Beispiel, bin ich das genaue Gegenteil zu Dir: Mir kann kann es nicht virtuell und abgehoben und fern genug sein, erst dann kann ich in ein Buch ganz abtauchen. Dafür habe ich es sehr sehr schwer mit Büchern, die in realen Städten/Schauplätzen handeln. Zu viel Logik – da muss nur stehen, dass Frau XY ihren Wagen in Köln ganz selbstverständlich parkt (in Köln gibt es NIE Parkplätze) oder Herr YZ zu jeder Tageszeit in NY sofort ein Taxi bekommt. Das geht so nicht, das ist so nicht und dann fängt mein Kopf an zu zicken und will die Geschichte nicht mehr genießen.

    Du siehst also, Du bist nicht seltsam, wir sind eben alle nur anders ;))

    • 10/02/2013 01:03

      Fremde, exotische Welten finde ich auch spannend, es kann gerne ein fünfäugiges grünes Marsmonster vorkommen, wenn dieses innerhalb der Geschichte echt ist. :-) Wenn aber im Internet (oder einer sonstigen virtuellen Welt) gesurft wird, wie bei Erebos oder Otherland, ist da immer der Gedanke in meinem Hintergrund „Das ist nicht echt innerhalb der Geschichte, selbst wenn den Avataren etwas passiert.“ Bei Erebos hat das die spannende Handlung ausgeglichen, und bei Otherland ist es eigentlich auch okay, da offensichtlich die Menschen aus Fleisch und Blut gefährdet sind, wenn ihren virtuellen Existenzen etwas zustößt, aber trotzdem ist bei mir im Hinterkopf das Wissen, dass es z. B. die riesigen Insekten „in echt“ innerhalb der Story gar nicht gibt, was sie für mich weniger interessant macht, daher hätten zwei, drei virtuelle Welten weniger für meinen Geschmack auch gereicht…
      Wenn ein Buch spannend genug ist, kann ich über Logikfehler ganz gut hinwegsehen, wenn es sich aber hinzieht, würde mir so was auch unangenehm auffallen.
      Ein Hoch auf die Andersseinigkeit. :-) (Das Wort gibt es bestimmt gar nicht, oder? Hört sich aber irgendwie schön bekloppt an.)

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