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Fun has left the building

15/11/2012

Da war schon immer mal wieder ein Loch in dem ich saß und keine Lust auf gar nichts hatte,
total leer, lustlos und dumpf war. Einfach so, immer wieder mal. Meist wusste ich gar nicht warum, vermute aber hinterher betrachtet irgendwas verdrängt zu haben, etwas so weit weggeschoben zu haben, dass alles andere auch auf der Strecke geblieben ist und eben nicht
mehr viel übrig blieb außer eine funktionierende Hülle. Aber so ganz sicher wusste ich das nie, war lieber froh darüber wenn es vorbei war – auch wenn ich zusätzlich nie wusste,
was es beendet hat, dieses Lochdasein.

Diesmal ist das Loch so tief und bodenlos und es will sich einfach keine Leiter zeigen, kein Seil, keine verborgene Treppe, einfach kein Ausweg.  Arbeiten, schlafen, ab und an kochen, zu mehr kann ich  mich nicht motivieren. Der Rest meines ’normalen‘ Ichs, das, dass gerne näht, bastelt, werkelt, lacht, plant, strickt, ausgeht, rumalbert … einfach macht … das ist noch da und es ist tierisch genervt davon die Adventskalenderbastelzeit zu verpassen, die gar nicht mehr neue Kamera nicht auszuprobieren, die Wohnungsideen hier und da anscheinend niemals umzusetzen, es ist wütend sich nicht mal so weit motivieren zu können auf ein Konzert zu gehen, das wirklich spaßig geworden wäre, nichts zu unternehmen, nicht raus zu gehen.

Es erzählt mir das alles, während ich auf der Couch liege und versuche aufzustehen, versuche, mich selber zu motivieren, irgendwas zu tun was mir Freude bereitet, irgendwie Freude zu empfinden – während ich dabei einschlafe. Es ist so unendlich mühsam mich zur Freude zu motivieren und mich nicht ständig darüber zu ärgern, dass ich gerade das nicht kann, es ist alles so … so zäh. Und es nervt. Und es ärgert mich. Und ich bin wütend darüber, gerade weil es so viel kostbare Zeit schluckt, die ich gerade endlich wieder habe. Endlich vernünftige Feierabendzeiten, endlich Zeit von unendlich vielen Ideen und Plänen mal was umzusetzen. Aber ich habe einfach keine Lust, keine Motivation, will schlafen, ständig, immer und überall. Ich mag raus da, schleunigst, es ist nicht schön, in diesem Loch.

 

Tanya, nach sehr sehr langer Zeit mal wieder Gedankenschrott auskippend.

 
 
 

Hörbar: Nachrichten (Placebo im Kopf)
Laune: .

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6 Kommentare leave one →
  1. 15/11/2012 08:31

    Das was du beschreibst kenne ich auch – ein Tipp von mir: lass mal deine Schilddrüsenwerte und Vitamin D checken… manchmal fehlt ein bißchen was um uns richtig am „Laufen“ zu lassen, war zumindest bei mir so. Alles Gute!!

    • 16/11/2012 01:29

      Danke für Deinen Tip! Ich wollte/sollte sowieso mal einen kompletten Checkup machen lassen, vielleicht bekomme ich so endlich mal den Hintern dazu hoch.

  2. 15/11/2012 12:53

    Was ich an mir immer wieder bemerke: je verzweifelter ich versuche, das Loch zu verlassen und dagegen anzukämpfen, desto schwieriger fällt mir das oft. Zulassen und annehmen und mir selber zugestehen, dass es auch schlechte Phasen gibt/geben kann(/geben muss?) hilft mir meist besser wieder raus.
    Schreibt sich in der Theorie einfach in ein Kommentarfeld, praktisch fällt es mir fiel schwerer, mich daran zu halten, obwohl ich weiss, dass es besser funktioniert. Zu groß ist die Angst vorm Komplettabsturz, wenn ich überhaupt zulasse, dass es schlecht ist.

    Ich drück dich in Gedanken und nicht nur in Gedanken dir feste die Daumen. Drüber schreiben – das hilft bei mir auch. Auch bei der Suche nach dem, was da überhaupt im Hintergrund schwelt, dabei das zu fassen zu bekommen.

    Alles Liebe! ♥

    • 16/11/2012 01:34

      Naja, meiner Empfindung nach ist die Phase des zulassen und annehmen für mich schon viel zu lang und längst Zeit beendet zu werden. Ich glaube nicht dass ich der Abwärtsspirale einfach weiter folgen kann um zu sehen wohin sie führt, der Alltag/mein Tag/mein Leben muss ja weiter funktionieren – und sollte wieder besser funktionieren. Noch mehr zulassen würde für mich Aufgabe bedeuten – und soweit ist es gott sei Dank nicht.

      Tanya, seufzend, dankend *

  3. 16/11/2012 20:23

    ich würde dir jetzt sooooo gern den perfekten tipp geben, aber ich kenne das loch gut genug um zu wissen, dass du dich da alleine rausziehen musst. mir hat die beste freundin immer geholfen, nicht gänzlich abzudriften. wir brauchten nicht mal reden, allein ihre anwesenheit bei einem spaziergang und eine aufmunternde umarmung waren eine wohltat und die tatsache, dass sie nie wissen wollte, was eigentlich los ist, denn ich hätte es ihr sowieso nicht sagen können …
    alles liebe wünsche ich dir und bessere zeiten. fühl dich gedrückt.

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