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Von Schmetterlingen, Maria, Frederika und Kleinscheiss

07/05/2008

Ich stell grad mal wieder fest, dass ich mich selber ausbremse, mitm bloggen quasi.

Ganz schlimm finde ich das.
Denke immer, ich hab nichts zu erzählen.

Hab ich aber eigentlich doch. Nur bin ich unterwegs, nicht wenig eigentlich und vor allem am Wochenende. Und da erlebe ich dann auch mal was. So eigentlich. Und ganz eigentlich wäre das auch erwähnens- und bloggenswert. Aber dann erzähle ich davon hier und da und dem und der und dann ist die Geschichte für mich erzählt, nicht mehr interessant und eigentlich schon wieder abgehakt.

Darunter leidet dann natürlich mein armer Blog, denn der hat dann noch nichts erzählt bekommen und leidet traurig stumm vor sich hin. Dabei könnte ich ihm erzählen, dass ich am Freitag ganz viele Schmetterlinge gemalt habe. Das mir das Spaß gemacht hat, obwohl malen auf Raufaser echt mistig und nicht zu empfehlen ist.

Das ich dafür Stunden gebraucht und trotzdem nicht eine Sekunde die Geduld verloren habe, während mich nur 10 Minuten Teppich verlegen in den Wahnsinn getrieben hätte.

Auch könnte ich von unserem Besuch bei Stella Maris im Kölner Dom erzählen … Iris Berben liest Texte aus dem Marienoratorium, untermalt von Wasser- und Klangkunst. Könnte erzählen, dass mich das riesige Lichtding andauernd an „Stargate“ erinnert hat, obwohl ich das nie schaue, die Menschen im Dom mir wie eine Sekte und die Texte pornografisch vorkamen, ich das alles also mit einer Mischung aus Faszination und Langeweile betrachtet und von dem Abend in erste Linie den Entschluss mitgenommen habe, mal wieder bei Tag in den Dom zu gehen um mir in Ruhe die wahnsinnig schönen Kirchenfenster betrachten zu können.

Vom Spartag bei Ikea könnte ich erzählen, den Kaffee gab es heute Nachmittag umsonst, der Kuchen hat nur einen Euro gekostet, der Hotdog auch, es war herrlich leer und in der Fundgrube wartete ein wunderschöner Stoff Namens Frederika auf mich, für zwei Euro, der nur darauf wartet eine Tasche zu werden.

Am aktuellsten könnte ich über meine Verwunderung erzählen, dass ich jedes Jahr, trotz jahrzehntelangem FlipFlops tragen, nach dem ersten heißen Tag immer noch eine wunde Stelle zwischen den Zehen bekomme. Und davon, dass die Erfindung der Fuß-Socken-Stulpe eine der besten von mir ist, denn so kann ich jeden Schuh tragen, ohne dass meine frisch nachgestochenen Sternchen leiden müssen und witzig sieht es auch noch aus. Hätte mir mal letztes Jahr einfallen müssen, dann wäre ich nicht wochenlang mit dem frischen Tat wie blöde durch die Gegend gehumpelt.

Und trotzdem, irgendwie habe ich immer das Gefühl, ich hätte nichts zu erzählen, bzw. zu bloggen. Dabei geht es mir nicht mal darum, keinen Kleinscheiss bloggen zu wollen, irgendwie ist es einfach für mich, wenn ich dann mal wieder in Ruhe an Rechner komme, schon wieder vorbei und nicht erwähnenswert. Vielleicht schaffe ich es ja mal, diese Denkweise zu ändern.

Von meiner Balkonaktion erzähle ich dann mal morgen … *schmunzel*

Tanya, mit langen, unzusammenhängenden Texten erschlagend, gute Nacht sagend.
 
 
 
 
 
Hörbar: Nüscht grad
Laune: Jipp

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One Comment leave one →
  1. 04/12/2010 15:18

    Wäre man fies, würde man das jetzt als „Bloggen ist für Leute, die sonst keinen haben, dem sie das erzählen können“ zusammenfassen. Aber is man ja nich. Und so.

    Wünsche schöne Sonnentage!
    der Roland,
    dem das mit dem geblogge grad ähnlich geht

    geschrieben von Roland — 16 Mai 2008, 13:27

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