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nICHts

03/04/2008

Dachte, es wäre besser
geworden und die Phasen überwunden.
Plötzlich passiert es wieder, bin mittendrin ohne zu wissen, wann es angefangen hat und wie ich hinein geraten bin.

(Achtung, Seelenmüll unter „weiter“ )

 

Hilflos schwimme ich im Gefühl gar nicht da zu sein, nicht wirklich zu existieren. Schon lange vor dem Film Matrix“ hatte ich schon mal eine zeitlang die fixe Idee nur eine Hülle zu sein, alles was ich mache nur ein Produkt meiner Fantasie, nichts was ich mache hätte wirklich Auswirkungen auf irgendwas, weder positiv noch negativ.

Was damals noch eine kleine Spinnerei war überwältigte mich ab und an ziemlich stark, ich verlor hier und da Zeit – manchmal nur Minuten, manchmal auch ganze Stunden – und
seltener auch Raum, war plötzlich orientierungslos und wusste nicht wie ich da hingekommen war, wo ich eben gerade war, als hätte sich mein Kopf für einen (kurzen oder längeren) Moment vollkommen verabschiedet und meinem Körper die Kontrolle überlassen und ihn sowieso vorherbestimmte Bahnen laufen lassen.

Das war manchmal komisch (warum habe ich da drei Tassen Kaffee stehen?), manchmal praktisch (wieso genau blitzt das Bad plötzlich so?), manchmal hilfreich (Diät? Das ging einfach so. Gegessen? Weiß ich nimmer), manchmal beängstigend (habe ich die rote Ampel wirklich nicht gesehen?), manches Mal einfach ärgerlich (nun habe ich zum
dritten mal die Aussteigestation verpasst).

Letzten Endes ist mir nie wirklich was passiert, meiner Umwelt hat es auch nicht geschadet und all das ließ sich
immer leicht mit meiner scheinbar angeborenen Schusseligkeit erklären. Es ging wieder vorbei und war dann auch wieder vergessen.

Nun bin ich wieder in so einer Phase gelandet, mittendrin, wie in einer großen Pfütze, mit den Füßen zuerst, mitten rein.
Doch diesmal ist es irgendwie anders, es macht mir Angst.

Diesmal verliere ich die Kontrolle; mir fehlen mehr als oft einfach Worte, manchmal sogar komplett die Fähigkeit mich auszudrücken. Es fehlt die Kontrolle über meine Gefühle.

Wochen rasen an mir vorbei und ich weiß zwar, dass die Woche da war, aber nicht was diese Woche ausgemacht hat. Wenn ich nicht sofort alles aufschreibe, vergesse ich in Sekunden, was ich gerade noch machen wollte. Kann mich nur schwer an die zurück liegenden fünf Minuten erinnern, schaffe es bei ganzen Tagen nur mit Gedanken/Erinnerungsschubsen von außen.
 
Bin überzeugt davon, wenn ich auf einer geraden Linie durch eine Menschenmenge laufen würde, mich würde trotzdem niemanden anrempeln, niemand würde mich wahr nehmen,
ich bin nicht.
 
Nicht da. Nicht hier. Keine Ahnung. Bin nicht.

Auch diesen seltsamen Sumpf von wirren Empfindungen werde ich wieder verlassen, ich bin davon überzeugt.
 
Und solange ich diese Überzeugung habe, ist alles gut. Irgendwie.

Tanya, und so.

 
 
 
 
 
Hörbar: Queens of the stone age ~ Mexicola
Laune: Seltsam

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One Comment leave one →
  1. 05/12/2010 15:49

    1.
    Hmm, all das kommt mir so bekannt vor. Vieles so in den letzten Tagen erlebt oder empfunden. Aber das ganze in Worte zu fassen, bekäme ich nicht hin. Es ist wie eine Blockade. Gedanken, die irgendwie da sind, aber eben nicht „wörtlich“, nicht aussprechbar. Komisch, dass man immer denkt, man wäre der einzige, dem es so geht. Aber das gehört vielleicht einfach dazu.
    Danke für diese Einblicke in deine Seelenwelt, irgendwie haben die mir gerade ein wenig Optimismus zurückgegeben.
    Alles Gute!

    geschrieben von keule — 05 Apr 2008, 01:02

    2.
    Danke!

    geschrieben von TanYa — 06 Apr 2008, 00:38

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