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Gelesen III

23/05/2006
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Aye Aye, Tanya und ihre Disziplin.
In der Zwischenzeit hab ich natürlich ne Menge noch gelesen, aber mal wieder nicht daran gedacht, dass ich das hier ja präsentieren wollte. Was vielleicht auch daran liegen kann, dass mich keins der Bücher vom Hocker gerissen hat. Ich wühl mich nämlich gerade durch eine Menge geschenkter Bücher; Ein Nachbar meiner Eltern hat seine Bibliothek ausgemistet, zig Kisten voll und wollte die entsorgen. Ich weiß auch nicht, Bücher sind mir heilig, die werden doch nicht einfach weggeschmissen *entrüstet*. Na eine ganze Menge alter Horrorschmöker, die ich noch nicht kannte haben so dann den Weg zu mir gefunden, unter anderem:

Tabitha King – Die Falle (1985)

Tabitha, die Ehefrau von Stephen King schreibt sehr viel "weicher" mit schönem Erzählfluss und lässt dabei eher nebenbei die Psychovariante einfließen, Horror im Alltag. Nichts vom Stuhl hauendes, aber ok.

 

Garfield Reeves Stevens (1990)

Hab mich wohl verleiten lassen vom Klappentext … Verstümmelte Frauen, abgehackte Köpfe, genialer und außergewöhnlicher Serienmörder, eine Mischung aus Horror- Science Fichtion- und Kriminalroman.

Ha! Genau mein Geschmack. Dachte ich. Nicht lange.
So ein Sch**ß habe ich lange nicht gelesen. 100 Seiten vor Schluss habe ich aufgegeben und die letzte Seite gelesen um zu sehen ob es so ausgeht wie ich denke. Ich würd das Ganze eher Physikerroman nennen, da wird mit Fachworten zur Atomphysik, Versuchsaufbauten und Theorie um sich geschmissen, unglaublich. Nebenbei ein Wissenschaftler, dem einer dabei abgeht, wenn er Frauen gebraucht und dabei an seine Experimente denkt.
Schlecht! Schlecht Schlecht Schlecht!

Ratten – 18 Horror-Stories von Stephen King, H.P.Lovecraft, Robert Bloch, Dean R. Koontz und anderen Autoren (1993)

Kurzgeschichten berühmter Autoren sind ja immer so eine Sache.
Es wird ein bißchen erzählt, der Ahaeffekt bleibt aus. Oder es wird knallhart ein Schockabsatz eingebaut, der nicht wirklich zum Rest der Geschichte passt. Vielleicht liegt es auch eher an mir, ich mag eher den sich im Kopf abspielenden, sich gut aufbauenden Schockeffekt. Keine Einzige Geschichte hat mir gefallen. Leider.

Metahorror – 21 böse Stories von Peter Straub und anderen Autoren (1992)

Was schon über "Ratten" geschrieben gilt auch hier. Grob gesagt, einige Geschichtchen fand ich ganz amüsant, Horror im Alltag. Manche Gesellschaftsanklagend, einige Sozialkritisch. Whitleys Striebers Kurzgeschichte "Eins mit dem Tief" fand ich ganz nett, der Gedanke an die Wiedergeburt in tote Gegenstände, hier ein paar Barbiepuppen eines rabiaten Kindes hat schon was für sich. Genauso die Story von Barry Malberg / Jack Dann "Melancholie und die abstrakte Wahrheit" in der ein Mann mit 40 quasi aufwacht und entdeckt, dass er die letzten 20 Jahre seines Lebens gar nicht gelebt hat und nun plötzlich 40 ist, eine Glatze, Familie und ein langweiliges Leben hat. Nett. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

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One Comment leave one →
  1. 04/01/2011 14:22

    Ich habe auch eine Aversion gegen Leute, die Bücher wegschmeißen. Allerdings soll es in Frankreich eine allgemeine Tradition sein, verschmähte Bücher an öffentlichen Plätzen verunstaltet liegen zu lassen. Nun ja…Franzosen…
    Ich lese gerade „Tod eines Kritikers“ von Martin Walser und ich kann mich von Seite zu Seite nicht entscheiden, ob das Buch genial, oder völliger Müll ist. Hm…

    geschrieben von lonesome — 24 Mai 2006, 19:46

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