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Unwort des Jahres 2005

24/01/2006

Entlassungsproduktivität ist also das Unwort des Jahres 2005.

„Entlassungsproduktivität“ bezeichne eine gleich bleibende, wenn nicht gar gesteigerte Arbeits- und Produktionsleistung, nachdem zuvor zahlreiche für „überflüssig“ gehaltene Mitarbeiter entlassen wurden. Es verschleiere damit die meist übermäßige Mehrbelastung derjenigen, die ihren Arbeitsplatz noch behalten konnten.

Erschreckend, auf wie viele Betriebe das wirklich zutrifft, und wie beschönigend dieses Wort im krassen Gegensatz dazu steht.

Meiner Meinung nach also eine ausgezeichnete Wahl.

Stand zwar „Gammelfleisch“ auf mehreren Umfragen auch an erster Stelle, schießt es aber am Kriterium des Unwort des Jahres vorbei, dass unabhängig von der Häufigkeit ein Wort kürt, das ein besonders krasses Missverhältnis von Wort und bezeichneter Sache darstellt.

 
 
 
 
 
Hörbar: Soil – Understanding me
Laune: Durch die Wolken

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One Comment leave one →
  1. 04/01/2011 15:08

    Gammelfleisch…Naja, das wäre wirklich ein Unding als Unwort des Jahres gewesen. Viel zu plump, unsubtil irgendwie. „Entlassungsproduktivität“ gefällt mir gut, sehr bezeichnend und treffend für die Trends der Zeit. [an das „sozialverträgliche Frühableben“ denkend]

    geschrieben von Kikato — 25 Jan 2006, 01:32

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